German Grammar: subjektive Bedeutung des Modalverbes „wollen”
subjective meaning of the modal verb "wollen"

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German Grammar: subjektive Bedeutung des Modalverbes „wollen”
subjective meaning of the modal verb "wollen"

Die subjektive Bedeutung von wollen ist eine andere Funktion, die das Verb wollen hat. Und diese Funktion ist ziemlich interessant!
Bisher kennen wir wollen als Verb, das einen Wunsch oder eine Absicht ausdrückt.
Ich will ein neues Auto.
Wir wollen im Urlaub nach Spanien fahren.
Wir können es aber auch benutzen, um jemanden zu zitieren, der etwas über sich selbst gesagt hat.
Wie soll das funktionieren? Ganz einfach. Nehmen wir ein Beispiel.
Gestern hat Stefan zu dir gesagt:
Ich habe 6 Wochen auf den Bahamas Urlaub gemacht.
Du glaubst Stefan aber nicht, dass er auf den Bahamas war. Hier kannst du wollen verwenden, um dich von seiner Aussage zu distanzieren. Du drückst mit wollen aus, dass du seine Aussage für zweifelhaft hältst.
Also:
Ich habe gestern Stefan getroffen. Er will 6 Wochen Urlaub auf den Bahamas gemacht haben. Aber das glaube ich nicht, er hat doch nie Geld.
Von wegen Bahamas! Ich habe ihn den ganzen Sommer lang im Supermarkt beim Arbeiten gesehen. Er hat dort einen Ferienjob gemacht.
Die Struktur ist dabei immer:
wollen + Partizip II + haben/sein.
Wie man sieht ist das ein wunderbares Stilmittel, das viel beim Tratschen (Gossip) eingesetzt wird ;)