German Grammar: „sollen” als Wiedergabe indirekter Rede
"Sollen" as a reproduction of indirect speech

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German Grammar: „sollen” als Wiedergabe indirekter Rede
"Sollen" as a reproduction of indirect speech

Das Modalverb sollen kennst du schon lange.
Aber es gibt noch eine andere Funktion von sollen und die ist besonders praktisch, wenn wir es mit Gossip zu tun haben.
Stell dir zwei Nachbarn beim Tratschen vor:
Hast du gehört? Bernd soll im Lotto gewonnen haben. Er soll sich einen brandneuen Porsche gekauft haben.
Nein, das stimmt nicht. Er hat lange gespart und sich einen günstigen Gebrauchtwagen gekauft.
Wir können sollen verwenden, um Behauptungen von anderen wiederzugeben oder zu zitieren; etwas, das wir gehört oder gelesen haben.
Und wir drücken damit aus, dass wir uns nicht sicher sind, ob der Inhalt wahr ist. Wir distanzieren uns davon.
Das nennt man die subjektive Bedeutung von sollen.
Und die Struktur ist dieselbe, die wir schon kennen:
  • in der Gegenwart: sollen + Infinitiv.
  • in der Vergangenheit: sollen + Partizip II + Infinitiv.
BeispielBedeutung
GegenwartSuperfoods sollen gut für die Gesundheit sein.Angeblich sind Superfoods gut für die Gesundheit.
VergangenheitBernd soll im Lotto gewonnen haben.Man sagt, Bernd hat im Lotto gewonnen.
Wenn du dir also nicht sicher bist, ob etwas stimmt, dann kannst du diese Formulierung verwenden. Das soll machbar sein ;)